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Kanaren Kreuzfahrt 2026 - AUGENBLICKE

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Kanaren Kreuzfahrt 2026

Reiseberichte
Sonntag der 15.03.2026 Anreisetag
Während die meisten Menschen diesen Morgen vermutlich ruhig bei einem Kaffee begannen, markierte er für uns den lang ersehnten Startschuss für unsere Kreuzfahrt mit der AIDAluna.

Die Route: Einmal rund um die Kanaren mit einem Abstecher nach Agadir/Marokko.

Schon beim Packen der Koffer wurde es real. Ein kleiner, aber entscheidender Handgriff ist dabei fast schon ein Ritual: Das Befestigen der AIDA-Kofferanhänger. Schwarz auf weiß stand dort unser Zuhause für die nächsten sieben Tage: Kabine 8312. Den Koffer zu schließen und das metallische Klicken der Schlösser zu hören, war der Moment, in dem der Alltagsstress endgültig draußen blieb.
(Handyfoto)
Frankfurt FRAport: Pulsierendes Drehkreuz in den Süden
Der Frankfurter Flughafen empfing uns mit seiner typischen, geschäftigen Atmosphäre. Es ist immer wieder ein Erlebnis, in der riesigen Abflughalle zu stehen und den Blick über die blauen Anzeigetafeln schweifen zu lassen. Namen wie Göteborg, Marseille oder Dubai flackerten auf, doch unser Fokus lag ganz klar auf der Verbindung in den Süden. Unser Flug mit der TUI war pünktlich gelistet. Das Terminal mit seiner kühlen Architektur, dem glänzenden Boden und den unzähligen Reisenden bot die perfekte Kulisse, um sich auf den Urlaub einzustimmen. Wir ließen uns Zeit beim Gang durch die Sicherheitskontrollen und genossen das Gefühl, dass ab jetzt jede Minute nur noch uns gehörte.

Der Weg zu unserem Gate D23/D24 führte uns durch die modernen, hellen Flure des Terminals. Besonders die Lichtinstallation an der Decke – stilisierte Flugzeug-Silhouetten, die über den Köpfen der Passagiere zu schweben scheinen – ist ein tolles architektonisches Detail, das die Vorfreude auf das Fliegen noch einmal steigert.

Boarding auf dem Vorfeld: Technik zum Anfassen
Ein besonderes Highlight war das Boarding. Statt durch einen der üblichen Passagierfinger ging es für uns mit dem Bus hinaus auf das Vorfeld. Für Flugzeug-Fans gibt es kaum etwas Besseres, als direkt auf dem Asphalt zu stehen, während man von der schieren Größe der Maschinen umgeben ist.

Da stand sie: Unsere TUI Boeing 737-MAX 8. Aus dieser Perspektive wirken die Triebwerke mit dem markanten "TUI.COM"-Schriftzug erst richtig gewaltig. Der Wind, der über das Rollfeld wehte, mischte sich mit dem typischen Geruch von Kerosin – für uns der ultimative Duft des Aufbruchs. Das ikonische rote Lächeln auf dem Leitwerk schien uns direkt zuzuzwinkern, bevor wir die Treppen zum Flugzeug erklommen.
(Handyfotos)
Über den Wolken: XL-Komfort und das erste Urlaubs-Prost
Ein viereinhalbstündiger Flug kann lang werden, deshalb hatten wir strategisch vorgesorgt und die XL-Sitze am Notausgang reserviert. Die zusätzliche Beinfreiheit ist bei dieser Flugdauer kein Luxus, sondern ein echter Segen – man kann sich entspannt zurücklehnen und die Reise genießen. Ein kurzer Blick in die Safety Card der Boeing 737-8 gehörte natürlich dazu, bevor wir uns ganz dem Panorama widmeten.
Kurz nach dem Start, als die Maschine ihre Reisehöhe erreichte, gab es den ersten richtigen Feierabend-Moment: Das erste eiskalte Bier über den Wolken. Wir stießen mit zwei Dosen Warsteiner auf die kommende Woche an – ein kleines Ritual, das für uns den offiziellen Beginn der Auszeit markiert.
Der Blick aus dem Fenster war an diesem Tag einfach spektakulär. Zuerst überflogen wir ein endloses weißes Wolkenmeer, aus dem ab und zu die schroffen, verschneiten Gipfel der Berge hervorlugten. Später riss der Himmel auf und gab den Blick frei auf den tiefblauen, schier unendlichen Atlantik. Das hellblaue Winglet mit dem TUI-Logo im strahlenden Sonnenlicht war dabei das perfekte Motiv für die ersten Urlaubsaufnahmen.

Landung auf Gran Canaria: Willkommen im ewigen Frühling
Nach einem ruhigen Flug setzte unsere Maschine (Kennung D-AMAZ) sicher am Aeropuerto de Gran Canaria (LPA) auf. Schon beim Verlassen des Fliegers über die Gangway schlug uns diese herrliche, warme Inselbrise entgegen. Der Kontrast zum grauen Wetter in Deutschland hätte nicht größer sein können: Palmen, ein tiefblauer Himmel und angenehme Temperaturen empfangen uns direkt auf dem Rollfeld. Nachdem wir unsere Koffer abgeholt und den Zoll passiert hatten, lief alles wie am Schnürchen. Die Organisation von AIDA ist hier wirklich klasse – der Transfer-Bus wartete bereits auf uns.
(Handyfotos)
Die Fahrt zum Hafen: Giganten an der Pier
Die Busfahrt vom Flughafen zum Hafen von Las Palmas dauerte etwa 30 Minuten und war im Grunde unsere erste kleine Sightseeing-Tour. Die Landschaft von Gran Canaria mit ihren Bergen und der vulkanischen Prägung zog an uns vorbei, bis schließlich die Kräne und Silhouetten des Hafens am Horizont auftauchten.
Sobald wir das Hafengelände erreichten, wurde es richtig beeindruckend. Riesige Kreuzfahrtschiffe lagen wie schwimmende Paläste an den Piers aufgereiht. Wir passierten unter anderem die brandneue „Mein Schiff Relax“, deren dunkelblauer Rumpf und modernes Design in der Mittagssonne glänzten.

Check-in im Terminal: Die Eintrittskarte in die Freiheit
Endstation: Muelle de Cruceros. Als der Bus direkt vor dem modernen Cruise Terminal hielt, begann der wohl entspannteste Teil der Logistik. Noch bevor wir das Gebäude überhaupt betraten, wurden wir auch schon von unseren Koffern „befreit“. Fleißige Helfer nahmen das schwere Gepäck entgegen – wir wussten, dass wir uns um nichts mehr kümmern mussten. Die Koffer würden später wie von Zauberhand direkt vor unserer Koje auf Deck 8 stehen.
Mit leichtem Handgepäck und großer Vorfreude betraten wir das Terminal. Eine Rolltreppe führte uns ein Stockwerk höher, wo uns die moderne, lichtdurchflutete Check-in-Halle erwartete. Wir hatten Glück: Es gab absolut keine Warteschlange. Wir wurden sofort von einer sehr netten Dame an einem der Schalter empfangen.
Es folgte ein kurzer, unkomplizierter Prozess: Die Ausweise wurden geprüft, ein schnelles Foto für das Bordkonto gemacht, und binnen Sekunden wurden die Bordkarten für uns erstellt. Dieser Moment ist immer wieder besonders, denn erst mit der physischen Karte in der Hand ist man offiziell „eingecheckt“. Sie ist in den nächsten Tagen alles in einem: Zimmerschlüssel, Zahlungsmittel und Ausweis.
(Handyfotos)
Endstation: Ankunft im eigenen Reich
Stolz und strahlend weiß mit ihrem markanten Kussmund wartete die AIDAluna nun an der Pier auf uns. Der kurze Weg über die Gangway, das erste vertraute Piepen beim Scannen der Bordkarten am Schiffseingang – und wir waren endlich zu Hause.
Unser erster Weg führte uns natürlich direkt auf Deck 8 zu unserer Kabine 8312. Es ist ein spannender Moment, wenn man zum ersten Mal durch die langen, scheinbar endlosen Kabinengänge läuft. Die rote Tür unserer Kabine markierte den Eingang zu unserem persönlichen Rückzugsort. Die Innenkabine machte einen super Eindruck – kompakt, funktional und vor allem: absolut ruhig. Genau das, was wir für einen erholsamen Schlaf brauchten.

Decks-Erkundung und das erste Bord-Gefühl
Nachdem wir unser Handgepäck verstaut und die Kabine kurz in Augenschein genommen hatten, hielt uns nichts mehr drinnen. Wir gönnten uns erst einmal einen ausgiebigen Rundgang über die Decks, um das Schiff kennenzulernen. Die Architektur im Inneren, insbesondere die weitläufigen Treppenhäuser, ist beeindruckend und verbindet die verschiedenen Erlebniswelten des Schiffs auf elegante Weise.
Es war bereits 14:30 Uhr, als wir an Bord kamen, und die Sonne über Gran Canaria meinte es gut mit uns. Das Treiben am Pooldeck, der Blick über die Reling auf den Hafen und die entspannte Atmosphäre waren sofort ansteckend. Von oben wirkten die anderen Schiffe im Hafen und das moderne Terminal fast wie Spielzeugmodelle.
(Handyfotos)
Das offizielle Anstoßen: Bier-Genuss an der Pool Bar
Was wäre eine Ankunft auf dem Schiff ohne das erste offizielle Kaltgetränk unter freiem Himmel? Nachdem wir uns einen Überblick verschafft hatten, führte uns unser Weg direkt zur Pool Bar. Hier zahlte sich unser Comfort Deluxe Paket zum ersten Mal so richtig aus: Kein Hantieren mit Bargeld, kein Abwiegen der Kosten – einfach die Bordkarte zücken und den Moment genießen.
An der weißen Marmortheke der Bar ließen wir uns nieder. Die Wahl fiel auf zwei Klassiker: Ein herbes, goldgelbes Radeberger Pilsner im schlanken Glas und ein naturtrübes, spritziges Schöfferhofer Weizen. Die Gläser waren herrlich beschlagen von der Kälte der Getränke, was in der warmen Nachmittagssonne von Las Palmas für die perfekte Erfrischung sorgte.
Dieses erste „Prost“ an Bord ist weit mehr als nur ein Schluck Bier. Es ist das akustische und geschmackliche Signal für den Kopf, dass die Operation „Alltagsflucht“ erfolgreich gestartet ist. Während bunte Signalflaggen im Wind flatterten und die Kräne des Industriehafens in der Ferne wie stille Riesen arbeiteten, spürten wir die erste echte Welle der Freiheit. Der herbe Geschmack des Hopfens und die prickelnde Frische des Weizens markierten den endgültigen Sieg über die Terminkalender und E-Mail-Postfächer der letzten Wochen.

Warten auf das Sicherheits-Protokoll
Ein wichtiger Punkt stand allerdings noch aus: Die Seenotrettungsübung (SNRÜ). Da die Übung an diesem Tag erst ab 16:00 Uhr absolviert werden konnte, hatten wir noch eine gute Stunde Zeit, um die AIDAluna weiter zu erkunden und die ersten Eindrücke bei unseren Drinks sacken zu lassen. Diese entspannte Wartezeit an der Pool Bar war perfekt, um den Anreisetag ganz ohne Hektik ausklingen zu lassen, während wir beobachteten, wie sich das Schiff langsam für das große Auslaufen am Abend bereit machte.

Gefühl: Der Urlaub ist da. Die Kabine ist bezogen, das Schiff erkundet und das erste Bier an der Pool Bar schmeckt nach Freiheit. Jetzt kann die Reise richtig losgehen! Leinen los um 21:00 Uhr!
(Handyfotos)
Wer wohl hinter dieser tollen Eingangspforte samt Steintor wohnt...?
Ist was dran...
Das Belmond REID'S Palace Hotel, wo sich die Promis die Hand reichen, die schwarzen Limousinen samt Chauffeur bereit stehen und die Türsteher Zylinder tragen. Winston Churchill schrieb hier einen Teil seiner Buchreihe "Der zweite Weltkrieg". Das Hotel setzt bis heute noch großen Wert auf Tradition. Nicht ganz unsere Preisklasse dieses 5* Luxushotel, aber auch mal schön, das Ganze von aussen betrachten zu können. Erbaut wurde der Hotelkomplex, der auf einer Klippe steht, bereits im Jahre 1891.
Zu Madeira gehört natürlich auch der Madeirawein oder auch Portwein genannt. Es muss ja nicht gerade ein Schluck aus der Flasche von 1975 sein. Interessant sind diese Flaschenpreise im kleinen Tanteemmaladen an der Strasse aber dennoch! Wir gehen etwas später noch genauer auf dieses Getränk ein...
Der künstlerischen Ader freien Lauf gelassen, entstand diese Fischskulptur nur aus Treibgut aus dem Atlantik. Im Hintergrund noch zu erkennen, wie die Wohnhäuser Funchals an den Berghängen erbaut sind.
Der wohl bekannteste "Sohn" Madeiras ist sicher der Fussballstar Christiano Ronaldo. Direkt am Hafen von Funchal ist (s)ein Museum sowie (s)ein Hotel. Ein Besuch im Museum ist absolut lohnenswert, zeigt CR7 sich dort von seiner "Schokoladenseite", ja sogar ein Selfie mit ihm ist dort möglich.
BLANDY'S, nicht nur vor Ort der grösste und bekannteste Hersteller des Madeiraweins. In der 7. Generation wird hier der kostbare Traubensaft inzwischen hergestellt...seit 1811. Auch wir haben es uns nicht nehmen lassen und haben nun ein paar Flaschen vom 15-jährigem zu Hause. Vorneweg als Aperitif bei Zimmertemperatur oder als Dessert nach dem Essen auf 16°-18° heruntergekühlt...je nach Geschmacksache. Bei jedem Schlückchen taucht die Nase ins Glas und nimmt diesen herrlichen Duft, vom im Eichenfass gereiftem Wein, auf.
Wir schlendern die Av. Do Mar am Hafen hinauf und die Av. Arriaga hinab. Es gibt in Funchal Downtown an jeder Ecke so viel zu bestaunen und zu entdecken. Kleine Lokale laden immer mal wieder zum Verweilen ein. Man hat hier nicht das Gefühl von Massentourismus, die Menschenmenge auf den Strassen ist übersichtlich und irgendwie ist hier keine Spur von Hektik oder Stress zu spüren.
Ein kleines Ladengeschäft, wir hätten es fast übersehen, so klein und einfach gehalten ist der Eingang. Hinter ein paar Souvenierregalen stossen wir wieder auf den Madeirawein. Noch älter und noch viel teurer...die Flasche vom Jahrgang 1964 kostet schlappe 750,-€! Wir haben sie nicht mitgenommen und sind nur mit ein paar Erinnerungsfotos auf dem Chip weiter in Richtung Hotel und Pool gezogen.
Im THE RITZ, uns aus dem Fernsehen bekannt, geniessen wir echt italienisches Eis. Wer nach Madeira kommt, sollte hier auch einkehren und sich vom italienischen Flair in Form vom leckeren Eis belohnen lassen. So viel sei gesagt, wir haben unsere Fussmärsche in Richtung Downtown immer so geplant, dass wir hier am THE RITZ vorbeikamen und uns etwas Kühles gegönnt haben. Meist zum Mitnehmen und sind dann über die Strasse in den nahe gelegenen Jardim Municipal do Funchal gegangen. Von dort, etwas höher gelegen, hat man einen prima Überblick über das ganze Geschehen auf der Av. Arriaga und die Fussgängerzone. Wer in Funchal zu Fuss unterwegs ist, legt viele Höhenmeter zurück! Durch den Parque de Santa Catarin, mit seiner grossen Teichanlage, geht es weiter ständig bergauf. Der Weg in Richtung Hotel führt uns noch am Sissi Denkmal vorbei...jetzt wartet nur noch der Pool auf uns.
Mittwoch der 07.08.2024
Unser heutiges Wanderziel ist Câmera de Lobos und liegt mit seinem schönen Fischereihafen direkt an der Küste in westlicher Richtung. Auf dem Weg dort hin kommt man an dem gemütlichen Einkaufszentrum Forum Madeira vorbei, dem wir natürlich auch einen kleinen Abstecher gegönnt haben. Der markante Fels im Wasser heisst Ilhéu do Lido und ist gleich noch in weiteren Bilder zu sehen.
Dieser schön angelegte Wanderweg mit seiner Aussicht auf den tief blauen Atlantik und den Park ähnlichen Grünanlagen ist ein echter Augenschmaus.
Ein kurzer Blick zurück auf "unsere" Hotelanlage und die sich dahinter weit erstreckende Bucht von Funchal.
Nach den Piscinas Naturais da Doca do Cavacas verläuft der kleine Wanderweg auf gut 100m durch eine angenehm kühle Grotte. Immer wieder tropft es von der Decke. Zwischendurch hat man sogar an zwei Stellen Ausblick auf den Atlantik. Die tobende Brandung sorgt für ein ständiges Grollen und man kommt sich wie in einem Piratenfilm vor.
Nach der Grotte liegt ein kilometer langer Kieselstrand zur rechten Hand. Ab hier verläuft der Wanderweg leider nur noch in der prallen Sonne. Daher unbedingt kühle Getränke in Hülle und Fülle im Rucksack griffbereit haben! Ziehen sich die Wellen zurück, hört man ein Klackern der sich aneinander reibenden Kieselsteine. Wäre es nicht so heiss, ich könnte diesem Tun stundenlang lauschen...
Nach einer großen Zementfabrik geht es über eine schmale Brücke ein letztes Mal eine Anhöhe hinauf. Spätestens jetzt sind die kühlen Vorräte im Rucksack aufgebraucht, noch um eine Kurve herum, schon eröffnet sich der Blick ein erstes Mal auf Câmera de Lobos. Genau so stellt man sich in den Filmen ein Fischerdörfchen vor. Eine traumhaft schöne Kulisse, die schon so manch berühmten Maler auf den Punkt gebracht hat.
Ich stehe jetzt genau dort, von wo aus Winston Churchill einst diese Szenerie auf Leinwand gebannt hat. Der letzte Kilometer in praller Sonne hat uns alles abverlangt, so dass wir nach kurzer Pause nur noch Ausschau nach einem dieser gelben Taxen halten, denn der Hotelpool "ruft"...
Donnerstag der 08.08. 2024
Unser heutiges Ausflugsziel ist der Monte Palace Tropical Garden. Nach dem gemütlichen Frühstück im Hotel machen wir von unserer Terrasse am Horizont ein grosses Passagierschiff aus. Über eine App finden wir schnell heraus, wer denn da Kurs auf Funchal genommen hat. Morten Hansen mit seiner "Grand Lady" AMERA stattet der portugiesischen Insel einen Besuch ab. Cool, diese Hafeneinfahrt wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen, packen unsere Sachen zusammen und lassen uns schnell mit einem Taxi zum Hafen bringen. Noch rechtzeitig dort angekommen dürfen wir die Terrasse von einem noch geschlossenem Lokal benutzen, um ein paar Erinnerungsfotos zu schiessen...was für ein tolles ERLEBNIS.
Eine Stunde angestanden, gilt es mit der Teleférico Funchal-Monte auf einer Länge von ca. 3.200m gute 580 Höhenmeter zu überwinden. Der Ausblick auf Funchal schon während der Gondelfahrt ist herrlich. Quer über die Stadt auf hohe Stelzen gebaut überquert man Häuser, Strassen und tiefe Täler. Oben angekommen herrscht eine kühle aber sehr angenehme Temperatur.
In jedem Reiseführer als MUST SEE angepriesen, lassen wir es uns natürlich auch nicht nehmen, diesen sagenumwobenen tropischen Garten zu besuchen. Man sollte hierbei nicht auf die Uhr schauen und einfach mal geniessen. Ohne Stress und Druck nur die Seele baumeln lassen und jede einzelne Ecke im Garten für sich entdecken...denn davon hat es in diesem Park wirklich reichlich.
Ich möchte die Bilder für sich sprechen lassen und halte mich nun etwas zurück, wie gesagt...einfach geniessen.
...immer wieder sind auch ein paar Wasserspiele zu bestaunen.
Auch ein Garten voller Skulpturen...ob wir wohl alle entdeckt und gefunden haben?
Das Zentrum des Gartens bildet ein gross angelegter Teich mit Enten, Schwänen, Wasserfrontänen und einem Wasserfall.
Trotz der hohen Besucheranzahl, die dieser Garten erlebt, verläuft sich die Schar der Touristen in dem Weit und man kann fast ungestört seine Bilder machen. Ab und an muss man halt ein bisschen warten, aber das muss man hier oben einfach mal in Kauf nehmen.
Und wer den mühsam steilen Weg mit seinen vielen Treppenstufen oder lang geschwungenen Serpentienen aus eigener Kraft nicht mehr hoch zum Ausgang zur Gondelbahn schafft, der kann sich für kleines Geld auch bequem mit diesem, auf alt getrimmten, elektro Oldsmobil wieder hinauf chauffieren lassen. Wir sind an diesem etwas kühleren Tag aber zu Fuss zum Ausgang und mit der Gondelbahn wieder nach Downtown Funchal gefahren. Für einen Trip abwärts mit dem Korbschlitten, was wir eigentlich angedacht hatten, sollten wir über 2h anstehen....nein danke!
Freitag der 09.08.2024
Wir haben uns für eine Wochen einen Wagen gemietet, um noch mehr von dieser tollen Insel zu sehen. Das erste Ziel auf unserer Strecke entlang der Küste in Richtung Westen ist der Cabo Girão Skywalk. Nichts für schwache Nerven, läuft man hier doch über Glasplatten. Sage und schreibe 589m über dem Grund, aber mit einer sensationellen Aussicht auf den Atlantik. Ich habe mir die ganze Sache erst mal genauer betrachtet und abgewartet, bis nicht mehr ganz so viele Touristen diese Glasplatten beanspruchen, wollte ich doch nicht das Zünglein an der Waage sein!!!
Tief durchatmen, Luft anhalten, an nichts Böses denken und die wahnsinns Aussicht geniessen...ja, wenn das dann mal da oben so einfach wäre! Wie gesagt, auch ich brauchte ein paar Minuten bis ich mich todesmutig hinaus auf die Glasplatten getraut habe. Dann habe ich mich aber auf das Fotografieren konzentriert und das Umfeld einfach ausgeschaltet...einfach so...*grins* Wenn man da oben dann steht und durch den Sucher der Cam schaut...das hat was!
Entlang der Küste führt uns die Strasse durch unzählige Tunnels hindurch immer weiter Richtung Westen. Wir passieren Ribeira Brava, Ponta del Sol und Praia da Calheta, bevor wir die Küstenlandschaft verlassen und uns in Richtung Hochebene bewegen. Nun führt uns die gut ausgebaute Strasse weiter in Richtung Ponta do Pargo, Serrado und Ribeira da Vaca. Wir tauchen ein in einen mystisch dichten Lorbeerwald, die Strassenränder sind dazu noch gesäumt mit einer Vielzahl an Hortensien in blau und weiss. Über Serpentienen führt uns nun der Weg hinab nach Porto Monitz.
Wir lassen den Wagen etwas ausserhalb stehen, im Örtchen ist heute kein freier Parkplatz zu finden. Zu Fuss erkunden wir die Gegend, bevor wir uns in einem der Lokale niederlassen und unseren Hunger erstmal stärken. Schroff und rau ist hier die Küste, Felsen ragen aus dem Wasser empor und die Wellen reiben sich an ihnen auf. Es pfeift ein ständiger Wind und so entscheiden wir uns für einen kurzen Besuch im Aquário da Madeira.
Wir verlassen Porto Monitz an der Nordküste entlang in Richtung Seixal. Bei São Vicente macht die Stasse einen Bogen nun in Richtung Berge. Die südwärts verlaufende Passtrasse mündet in einen schier endlos wirkenden Tunnel, bevor wir bei Ribeira Brava wieder auf die Schnellstrasse in Richtung Funchal treffen. Für den Hinweg brauchten wir ohne Stopps über 4h, der Rückweg durch den Tunnel brachte uns in 1h zurück zum Hotelpool...
Sonntag der 11.08.2024
Nach einem Zimmerumzugs- und Pooltag am Samstag fahren wir heute nach Garajau und besichtigen die Cristo Rei Statue. Die kostenlosen Parkplätze und eine Gondelbahn runter zum Strand ziehen ebenfalls einige Besucher an.
Über 225 Stufen gelangt man zu einem Aussichtspunkt, von wo aus man einen tollen Blick entlang der steilen Felsenküste auf Funchal und den Hafen hat. Auf halben Wege dieser Treppenstufen gibt es eine Bank zum Verschnaufen...denn anstregend ist der Rückweg hoch auf jeden Fall!
Wir haben den Ausblick da unten zu Fuße des Christo genossen, hatten aber auch schon schönere Orte auf der Insel besucht. Leider hinterlassen einige Besucher ihren Abfall und auch noch andere "Sachen" hier, sodass wir diesen Ort einfach als "done" abhaken können.
Unsere Reiseroute heute führt uns weiter zum Jardim Botânico da Madeira, mit dem Mietwagen gerade mal 15min entfernt, so dass wir beide Touristenattraktionen prima heute miteinander verbinden können.
Ein sehr schön angelegter und gepflegter Botanischer Garten. Nicht so überlaufen wie Monte, dennoch ein Besuch wert. Auch von hier oben bietet sich immer mal wieder ein toller Ausblick über Funchal und den Hafen. Und wer es romantisch mag, sogar eine Liebesgrotte gibt es hier oben...leider Betreten VERBOTEN! *grins*
Schon klasse zu sehen, was die Gärtner für interessante Farben gestalterisch in Form bringen...irgendwie künstlerisch!
Zwischen den schilfartigen Wasserpflanzen entdecken wir noch ein Pärchen der Großen Wespenspinne. Auch verbindet eine Gondelbahn diesen Botanischen Garten mit Monte. Frei hängend über ein grosses Tal hinweg könnte man so auch beide Gärten bequem an einem Tag besuchen.
Montag 12.08.2024
Heute geht es für uns Richtung Norden ins Inselinnere auf den Bergrücken in den sagenumwobenen Parque Florestal do Fanal.
Ca. 400-600 Jahre alte Lorbeerbäume stehen hier. Diese alten Bäume stammen noch aus einer Zeit, vor der Entdeckung des Archipels. Frisch gespeist durch die von der Küste aufsteigenden Wolken, herrscht hier oben ein sehr feucht, kaltes Klima, dass die Bäume regelmässig mit frischem Wasser versorgt.
Ein Wechselbad der Gefühle aus Sonne und Wolken...absolut mystisch hier oben die ganze Szenerie. Im einen Moment sieht man noch Heerscharen von Touristen, keine 5min später verliert sich alles hinter einem Schleier aus Wolken. Fotomotive ohne Ende, hier könnte ich den ganzen Tag damit verbringen, jeden einzelnen Baum aus jeder nur erdenklichen Perspektive im Bild festzuhalten.
Wir kommen aus dem Staunen einfach nicht mehr raus. Die Bäume ziehen einen so richtig in ihren Bann...sobald die Wolken immer mal wieder aufziehen, fehlen nur noch fliegende Hexen mit ihren Besen oder Harry Potter.
...einfach genießen und bewundern.
Und dieser alte Geselle scheint den Nachbarn regelrecht um ein Tänzchen zu bitten. Man kann nur hoffen, dass dieser Wald auch noch unseren Enkel und Urenkel in seiner vollen Pracht erhalten bleibt.
Dienstag 13.08.2024
Heute führt uns unser Ausflugsziel zu erst zum PR11 Levada dos Balcões und später auf dem Rückweg dann noch hoch auf den Pico do Areeiro, Madeiras zweithöchsten Berg. Wir parken auf Höhe des kleinen Souvenierlädchens Cold River, an der Strasse direkt beim Startpunkt des PR11. Fährt man etwas weiter die Strasse ER103 hinab zum Parking Arraial do Ribeiro Frio, ist man zwar näher am Ziel, aber der Aufstieg hier ist sehr steil und enorm anstrengend.
Der Wandertafel zu entnehmen gestaltet sich der PR11 mit seinen 10 Höhenmetern als sehr einfach und ist in einfacher Richtung ca. 60min ganz locker zu bewältigen.
Unten an der Strasse sieht man schön die von mir angesprochenen geparkten Autos und das kleine Bergdörfchen.
Obwohl dort oben recht viel los war, die Parkplatzsuche nicht so einfach, kann man Bilder schiessen, ohne auch nur einen Touristen im Bild. Manchmal musste man kurz warten, aber so ein kleines Päuschen tut ja auch mal gut.
Am Ende des PR11 angekommen, fühlt man sich wirklich wie auf einem Balkon. Es tut sich ein wahnsinns herrlicher Blick auf eine atemberaubend schöne Landschaft auf.
...genießt einfach DEN Ausblick
Unsere Empfehlung, zurück auf halbem Wege kommt man wieder an der kleinen Snack Bar Flor da Selva, oberhalb des kleinen Bergdörfchens, direkt am Wanderweg gelegen, vorbei. Das Barehepaar ist so freundlich und die Speisen und Getränke sind mit Liebe zubereitet, und das schmeckt man. Hier muss und sollte man unbedingt einkehren.
Nur 15min Fahrtzeit entfernt vom Startpunkt des PR11 ist bereits der Pico Arieiro.
Inzwischen darf man mit dem "eigenen" Wagen wohl nicht mehr so wie wir hier bis ganz nach oben auf den Berg fahren? Eine Art Pendlerparkplatz wurde eingerichtet und man wird mit Sammelbussen die letzten Meter hochgefahren.
Oben angekommen öffnet sich einem ein sensationeller 360° Panoramarundumblick.
Der Blick hinüber zum höchsten Berg Madeiras, dem Pico Ruivo, rechts am Bildrand. Der PR1 verbindet beide Berggipfel miteinander, jedoch nur für geübte und durchtrainierte Wanderer zu empfehlen.
Es war eine gute Entscheidung von uns, beide Ausflugsziele (PR11 und Pico Arieiro) miteinander zu verbinden. Auch ist heute hier oben am Nachmittag deutlich weniger los. Der Ansturm morgens auf ein tolles Bild zum Sonnenaufgang von hier oben ist enorm! Auch als Startpunkt vom PR1 ist in der Früh hier oben jede Menge auf den Strassen los. Kleiner Tipp noch für die Mietwagenfahrer, nehmt die ER103 für die Auffahrt und runter dann über die ER203...sofern ihr auch wieder in Richtung Funchal müsst.
Donnerstag 15.08.2024
Nach einem Shopping- und Pooltag geht es heute ein letztes Mal mit dem Mietwagen auf Tour. Unser Reiseziel ist der östlichste Zipfel von Madeira, die Landzunge São Lourenço. Wir haben riesen Glück und erwischen einen Parkplatz am Ende der Srasse am Wendehammer. Wir konnten die parkende Kolonne bereits aus 1km Entfernung sehen und befürchten schon das Schlimmste. Dieses Ausflugsziel steht wohl bei jedem Madeirabesucher ganz weit oben und die Tourguides vor Ort chauffieren die interessierten Touristen scharenweise hier her.
Baia d´Abra, São Lourenço Beach und die tolle Felsengruppe beim Miradouro de São Lourenço, auf jedem Fall einen Ausflug wert und zu empfehlen. An diesem Tag schaffen wir es aber nicht weiter, gehen gemütlich zurück und fahren mit dem Wagen noch kurz beim Miradouro da Pedra Furada vorbei.
Oben angekommen am Miradouro da Pedra Furada eröffnet uns nochmals ein herrlicher Blick raus auf den Atlantik und die Felsformationen beim Miradouro de São Lourenço.
Samstag 17.08.2024
Wir sind am Freitag einem Tip eines Gastwirtes gefolgt und haben im Nachbarfischerdorf Câmera de Lobos bereits vor 12.00Uhr bei Henriques & Henriques eine Madeira Weinprobe durchgezogen. Danach war natürlich nur noch der Pool angesagt und der Tag für uns gelaufen. Somit entschlossen wir uns am Folgetag der Altstadt Funchals und dem Bauernmarkt einen Besuch abzuhalten.
Auf dem Weg zum Markt machten wir in Funchal noch einen kleinen Stadtbummel am Hafen entlang zu den Food-Trucks.
Mercado dos Lavradores, Mitten im Zentrum Funchals gelegen, ganz in der Nähe der Seilbahntalstation hoch nach Monte. Wie auf jedem Markt, hier ist "feilschen" angesagt, sonst wird man im wahrsten Sinne des Wortes über den Tisch gezogen!
Zwischen der Markthalle und dem Hafen liegt Downtown mit der Rua de Santa Maria, die schmale Gasse, wo all die wunderschön bemalten Haustüren zu finden sind. Die Restaurant laden zum Verweilen ein, hier und da in den Seitentrassen findet man auch kleine Cafes und Bars.
Ob zu Fuss oder im Tuk-Tuk...Downtown ist auf jeden Fall ein Tagesausflug wert...
Der künstlerischen Hand freien Lauf gelassen...somit erzählt jede Haustüre seine eigene kleine Geschichte.
Capela do Corpo Santo, Estátua de Cristóvão Colombo, der Blick runter in den Hafen auf die MS EUROPA 2 und eine portugiesische Fregatte, die Av. Do Mar, Statue Infante Dom Henrique, zu Besuch bei BLANDY's, dem Praça do Município mit Blick auf Paços do Concelho do Funchal und einer wunderschönen Frangipani im Stadtgarten Funchals, dem Jardim Municipal do Funchal.
Mit etwas Wehmut sitzen wir auf bereits gepackten Koffer und warten auf unseren Chauffeur, der uns wieder zum Airport bringt. Nach 14 Tagen ist heute unsere Heimreise angesagt und wir verbummel die Wartezeit damit, im hoteleigenen Orchideen Garten ein paar letzte Bilder dieser "Blumeninsel" mit nach Hause zu bringen.
...eigentlich wollen wir noch gar nicht Heim, da es hier auf der Insel doch noch so viel zu entdecken gibt....
Die Koffer werden bereits in die blaue Ringelsocke, ein Condor Airbus A321, verfrachtet. Dadurch, dass wir in der ersten Reihe auf der rechten Seite sitzen bekommen wir mit, dass irgend etwas im Flieger nicht funktioniert. Techniker kommen an Bord, erst einer der nur schaut, dann zwei mit Werkzeug ausgestattet. Fakt ist...mit diesem Flieger geht es heute nicht zurück nach Frankfurt. Wir erfahren, dass das Bordtelefon ausgefallen ist und die Stewardessen so nicht miteinander kommunizieren können. Mit diesem Fehler darf der Pilot mit Passagieren an Bord nicht fliegen und so heißt es für uns wieder AUSSTEIGEN. YEAH, ein Tag Verlängerung auf dieser wunderschönen Insel.
Die starken Seitenwinde hier am Airport zwingen die anfliegenden Piloten des öfteren zu langen Warteschleifen über dem Atlantik, oder wenn dann Spritmangel zu drohen scheint, einen Ausweichflughafen anzufliegen. Auch unser "neuer" Airbus A321 muss seinen ersten Landeanflug abbrechen und dreht eine grosse Ehrenschleife. Ich beobachte das ganze Geschehen hier am Airport schon seit Tagen via FR24 auf meinem Handy. In der Tat neu, denn dieser A321-271N ist erst ein paar Wochen alt und somit noch recht neu in der Condor-Flotte.
Über Lissabon treffen wir wieder auf Festland. Wir tauchen im Gegenanflug auf den FRAport in ein Meer aus Wolken, dramatischer könnte die Stimmung zum Urlaubsende ja wirklich nicht ausschauen! Im Endanflug auf Frankfurt/Main erhaschen wir einen kurzen Blick auf die EZB und die Wolkenkratzer von Mainhatten, bevor wir auf RWY25C am FRAport wieder sicher aufsetzen.
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